Die Fehler der ersten Woche

Schleppleinentraining mit Spielzeug

Woche eins überstand. Was haben wir alles angestellt?

Fehler 1: falsch gefüttert

Wir hatten am Anfang unterschiedliche Futtermittel angeschafft. Aber es ist ein Hund, keine Katze. Nach dem ersten rumprobieren und dem Austausch der Tierheim Nahrung mit Handelaprodukten gab es ein Paar Situationen, wo Charles das Futter abgeht hat. Wir haben uns jetzt auf ein Trockenfutter und ein Nass Futter festgelegt.

Das geht besser.

Fehler 2: falsche Futtermenge zum falschen Zeitpunkt.

Hunde, besonders unser Charles ticken anders als Menschen. Wir haben morgens und mittags mehr, abends weniger gefüttert.

Die Quittung gab’s dann in Form von Galle in der Nacht.

Besser: morgens + mittags weniger füttern, ggf. Mit Nassfutter Strecken und abends dann mehr Trockenfutter. Ggf. In der Nacht noch mal ein paar Brocken nachlegen, nicht viel, nur den Magen beschäftigen.

Ergebnis: Fußboden bleibt sauber.

Fehler 3: Schleppleine ohne Handschuhe.

Ergebnis vom ersten Versuch mit Schleppleine : kaputte Hand, kaputte Leine.

Bei der zweiten Runde hatten wir Handschuhe und ein Schlepp-Slielzeug dabei. Leine war uninteressant und die Finger sind ganz geblieben. Machen wir noch mal so.

Hund fährt total auf Spielzeug ab und spielt sich tot?

Das war die Aussage vom Tierheim. Aber Spielzeug draußen ist auch eine Aufgabe. Mit Spielzeug draußen lastet den Hund mental aus. Das Training dazu werden wir ausbauen. Zu Hause gibt es erst mal kein Spielzeug. Wir probieren mal Kaubeschäftigung.

Alleine bleiben

Die erste Woche haben wir Charles nur maximal zehn Minuten allein gelassen. Dank Homeoffice geht das noch. Jetzt geht es weiter mit dem Training. Ich gehe bewusst Müll wegbringen und mache kleine Erledigungen in der näheren Umgebung ohne Hund.

Der Kleine lernt schnell.

Was hab ich getan?

Wir haben es gewagt und gehen jetzt einem kleinen, fast fünf Jahre alten Boxer ein neues zu Hause.

Das Hunde anstrengend sein können, wussten wir ja, aber das hier ist anstrengend.

Was Charles so besonders macht? Er ist von Geburt an taub.

Charles ist jetzt den dritten Tag bei uns und wir haben die Welpenspatziergänge schon gut reduziert. Geht nicht mehr alle zwei Stunden vor die Tür.

Was ich jetzt schon sagen kann: Der Hund benimmt sich völlig normal. Einzige Einschränkung ist, er bellt, jault und wimmert nicht. Er knurrt auch nicht. Aber er kann sich gut verständlich machen, wenn er raus möchte. (Nein, er macht nicht in die Wohnung!)

Jetzt heißt es erstmal : Einleben. Arbeitsalltag kennen lernen und dann geht’s an die Ausbildung. Erste Übung wird Aufmerksamkeit sein.

Ich werde berichten…